
Vorsorge zuhause ist besser als Nachsorge: Parodontitis-Prävention schützt die Gesundheit und kann Umweltbelastung um bis zu 90 % reduzieren
Erste Peer-reviewed Lebenszyklusanalyse im Journal of Dentistry quantifiziert erstmals die ökologischen Kosten von Zahnfleischerkrankungen entlang des gesamten Versorgungspfads
Schwalbach 15.06.2026 – In einer aktuellen Studie wurde erstmals die ökologische Belastung, die mit dem Entstehen und Fortschreiten von Zahnfleischerkrankungen verbunden ist, wissenschaftlich quantifiziert. Die im Journal of Dentistry veröffentlichte Lebenszyklusanalyse (LCA) zeigt: Die Behandlung fortgeschrittener Parodontitis kann mit bis zu zehnmal höheren Umweltauswirkungen verbunden sein als die Erhaltung gesunder Zahnfleischverhältnisse durch konsequente Prävention zu Hause. Die wissenschaftliche Studie wurde von Forschenden der University of Sheffield und des Trinity College Dublin in Zusammenarbeit mit Procter & Gamble (P&G) entwickelt und entsprechend ISO 14040/14044 von unabhängiger Seite geprüft.
Klinische Behandlungen dominieren die Umweltbilanz
Die Studie bildet erstmals den gesamten Parodontalversorgungspfad in einer Ökobilanz ab – von gesunden Zahnfleischverhältnissen bis hin zur fortgeschrittenen Erkrankung und ihrer klinischen Behandlung. Berücksichtigt wurden sowohl häusliche Pflegemaßnahmen als auch alle zahnärztlichen Eingriffe inklusive der Anreise zur Praxis.
Was sind die zentralen Ergebnisse der Studie zum Zusammenhang von Paradontitis-Prävention zuhause und Nachhaltigkeit:
– Klinische Eingriffe machen rund 90 % der gesamten Umweltbelastung entlang des modellierten Versorgungspfads aus.
– Bei fortgeschrittener Parodontitis kann die Umweltbelastung bis zu zehnmal höher ausfallen als bei konsequenter häuslicher Prävention.
– Innerhalb der häuslichen Pflegemaßnahmen ist der Wasserverbrauch der bedeutsamste Umweltfaktor. Die LCA-Studie zeigt keinen signifikanten Unterschied in der Gesamtumweltbelastung zwischen manuellen und elektrischen Zahnputzroutinen – der ökologische Haupthebel liegt in der Prävention als solcher, nicht in der Wahl des Hilfsmittels.
Präventives Handeln schützt die Gesundheit, entlastet die Gesundheitssysteme und dient dem Klimaschutz
Wer das Fortschreiten einer Zahnfleischerkrankung verhindert, vermeidet nicht nur Schmerzen und Zahnverlust – er reduziert auch den Bedarf an ressourcenintensiven klinischen Behandlungen, die den weitaus größten Teil der ökologischen Last tragen. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit, auf Gesundheitssysteme unddie Gesellschaft sowie auf die Umwelt aus.

Die bisherige Diskussion über ökologische Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin konzentrierte sich weitgehend auf Produktverpackungen, Abfall und Herstellungsprozesse. Die neue Studie erweitert die Perspektive konsequent auf den gesamten Versorgungsverlauf.
„Diese Ökobilänz ist wegweisend, weil sie Mundpflegeprodukte und -routinen in den realen Kontext der Gesundheitsversorgung einbettet. Sie zeigt klar: Häusliche Prävention und die Vermeidung aufwendiger klinischer Behandlungen sind der wirksamste Weg zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin.“
– Brett Duane, Mitautor; Honorarprofessor an der University of Dundee und außerordentlicher Professor am Trinity College Dublin
„Mit fortschreitender Parodontitis steigt auch der Behandlungsaufwand erheblich. Wirksame Prävention senkt den lebenslangen Behandlungsbedarf – das ist positiv für Patienten, Gesundheitssysteme und die Umwelt gleichermaßen.“
– Prof. Nicolas Martin, Mitautor; University of Sheffield; Vorsitzender des FDI-Arbeitsteams Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin
„Rund 90 % der Umweltbelastung entstehen durch klinische Behandlungen. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist sie bis zu zehnmal höher als bei konsequenter Prävention. Das macht effektive Zahnpflege zu Hause zu einem der wirksamsten Instrumente, die wir haben.“
– Dr. Steven Mulligan, Mitautor; University of Sheffield; Gründungsmitglied des FDI-Arbeitsteams Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin
Zahnfleischgesundheit ist Allgemeingesundheit
Die Relevanz von Parodontal Prävention reicht über Mund und Zähne hinaus.
„Zahnfleischgesundheit lässt sich nicht isoliert betrachten – sie ist untrennbar mit der Allgemeingesundheit verbunden. Die wissenschaftliche Evidenz zu Zusammenhängen zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist substanziell. Eine konsequente, gründliche Entfernung von Zahnbelag – vor allem entlang des Zahnfleischrandes und in den Zahnzwischenräumen – hilft, Entzündungsprozesse dauerhaft zu kontrollieren und unterstützt die langfristige Gesundheit.“
– Prof. Andrea Pilloni, Professor für Parodontologie, Universität La Sapienza, Rom
Warum ist der Schutz vor Parodontitis so wichtig?
Die gesundheitliche Dimension unterstreicht die Dringlichkeit der Präventionsbotschaft:
– Laut Global Burden of Disease-Daten litten 2021 weltweit mehr als eine Milliarde Menschen an schwerer Parodontitis.
– In England wiesen laut Adult Oral Health Survey (2023) 93 % der Erwachsenen mit natürlichen Zähnen mindestens ein klinisches Zeichen einer Parodontalerkrankung auf; rund 28 % zeigten frühe Anzeichen von Zahnfleischrückgang (Taschentiefe >3,5 mm).
Ergänzende klinische Evidenz: Wirksamkeit elektrischer Zahnbürsten
Die LCA-Studie als solche analysiert ökologische Versorgungspfade und nicht die Produktwirksamkeit. Ergänzend dazu liefert hingegen eine separate klinische Meta-Analyse Erkenntnisse zum klinischen Nutzen verschiedener Pflegemaßnahmen: In einer Auswertung von mehr als 20 Studien mit über 2.600 Teilnehmern (Beobachtungszeitraum bis zu sechs Monate) erlangten 88 % der Menschen mit frühen Zahnfleischproblemen durch den Einsatz einer Oral-B iO Elektrozahnbürste wieder klinisch gesundes Zahnfleisch – dies sind viermal so viele im Vergleich zur Verwendung einer Handzahnbürste.¹
„Effektive Mundhygiene zu Hause ist der entscheidende erste Schritt. Plaque bildet sich bevorzugt dort, wo die Reinigung schwierig ist – entlang des Zahnfleischrandes und in den Zahnzwischenräumen. Wer dort täglich gründlich reinigt, stoppt Probleme frühzeitig und vermeidet ressourcenintensive klinische Eingriffe.“
– Michael Grieff, Senior Vice President R&D Oral Care, Procter & Gamble
¹ Zou Y, et al. Int Dent J. 2023 Jul 20; S0020-6539(23) [vollständige Referenz bitte ergänzen]
Zur Studie
Journal of Dentistry (2026). Quantifying the Environmental Impact Potential from Periodontal Health to Disease: Findings from a Life Cycle Assessment Study.
DOI: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0300571226004057
Autoren: Brett Duane; Nicolas Martin; Steven Mulligan; Joost Dewaele; Lauren Wedel.
Hinweise zur Studie
Die Studie wurde entsprechend dem ISO-14040/14044-Rahmenwerk für Lebenszyklusanalysen durchgeführt und unabhängig geprüft. Das analysierte System umfasst alle Aktivitäten und Produkte, die mit der häuslichen Erhaltung gesunder Zähne und gesunden Zahnfleisches verbunden sind, sowie alle zahnmedizinischen Leistungen zur Erhaltung der Parodontalgesundheit oder zur Behandlung von Erkrankungen – einschließlich der Anreise zur Praxis. Die relevanten Umweltindikatoren werden über Endpunktnormalisierung ermittelt; Ziel ist es, die fünf bis sechs wirkungsrelevantesten Kategorien zu identifizieren, die kumulativ mindestens 80 % der Gesamtumweltbelastung ausmachen.
Über das Journal of Dentistry
Das Journal of Dentistry ist eine führende internationale Fachzeitschrift im Bereich restaurative Zahnmedizin. Es veröffentlicht begutachtete Forschungsarbeiten mit dem Ziel, klinische Praxis, Forschung, Industrie und Gesundheitspolitik weltweit zu beeinflussen.
Über Procter & Gamble
P&G bedient Verbraucher auf der ganzen Welt mit einem der stärksten Portfolios an vertrauenswürdigen, hochwertigen und führenden Marken, darunter Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head & Shoulders®, Lenor®, Olay®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Vicks® und Whisper®. Die P&G-Gruppe ist in rund 70 Ländern weltweit tätig. Die neuesten Nachrichten und Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter https://www.pg.com. Weitere Nachrichten von P&G finden Sie unter https://www.pg.com/news.
Über Oral-B und Crest
Oral-B® und Crest®, Teil von Procter & Gamble, sind seit Jahrzehnten führend bei Innovationen in der Mundpflege. Die Marken wurden 1950 bzw. 1955 gegründet und verbinden wissenschaftlich fundiertes Fachwissen mit einem umfassenden Portfolio – von elektrischen Zahnbürsten und Zahnpasta bis hin zu Mundspülungen, Zahnaufhellungsprodukten und Interdentalpflege. Sie genießen das Vertrauen von Zahnärzten weltweit und entwickeln weiterhin Lösungen für den Schutz vor Karies, die Gesundheit des Zahnfleisches, die Stärkung des Zahnschmelzes, die Linderung von Zahnempfindlichkeit und die allgemeine Mundgesundheit.
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Source: Oral-B
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